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Verleihung des Gründerpreises des Deutschen Anwaltsvereins 2001 an die Kanzlei Sobola & Loibl

"Das eigene berufliche Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, agieren statt reagieren, Chancen zu suchen, statt auf sie zu warten, kreative Energien in Unternehmensmodelle zu verwandeln, dies alles kennzeichnet Gründer. Sie entdecken bereits Vorhandenes und überführen es in unternehmerische Konzepte, sie bürsten die Realität gegen den Strich und sie schaffen es immer wieder, Leistungen neu zu kombinieren, um sie erfolgreich am Markt durchsetzen zu können. Solche Gründer können Vorbilder sein, Vorbilder für diejenigen, die ihnen nachrücken und sich anstecken lassen, aber auch Antreiber für Etablierte, die sich in ihrem Erfolg niemals zu sicher sein sollten.

Erfolgreiche Gründer herauszufinden und zu belobigen ist das Ziel des Kanzlei-Gründerpreises, der in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen wird. Es fanden sich Partner, denen dieses Anliegen wichtig ist: Der Deutsche Anwaltverein und das DAV-Forum junger Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sicherten institutionelle Unterstützung zu. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verstärkte die Öffentlichkeit des Preises. Die Hans-Soldan-GmbH und die MLP Finanzdienstleistungen AG trugen durch kräftige materielle Unterstützung nachhaltig zur Attraktivität des Preises bei und schließlich wirkte die Bundesrechtsanwaltskammer durch ihren Präsidenten an der Arbeit der Jury mit.

Der Preis stieß auf außerordentlich hohe Resonanz, was in der Bewerberzahl von insgesamt 200 Bewerbungen sichtbar wird. Viel Auswahlarbeit für die Jury, bestehend aus dem Präsidenten des Deutschen Anwaltvereins, Herrn Dr. Michael Streck, dem Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer, Herrn Dr. Bernhard Dombeck, Herrn René Dreske, dem Geschäftsführer der Hans-Soldan-GmbH, Herrn Ingo Schadwinkel, Mitglied des Vorstands der MLP AG, Herrn Dr. Joachim Jahn, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, und Tanja Irion, der Vorsitzenden des DAV-Forums junger Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte. Und hier sind sie nun, die Preisträgerinnen und Preisträger: ...
Sabine Sobola und Helmut Loibl firmieren in Regensburg unter "Sobola & Loibl Rechtsanwälte". Das Gründungskonzept eröffnet Johann Wolfgang von Goethe "Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun." Die beiden Gründer machen hiermit Ernst: Sich durch Spezialisierung auf Zukunftsfelder anwaltlicher Tätigkeit von der Masse der Anwälte abheben, den Standort aus Mandantensicht auswählen, Dienstleister sein und ein entsprechendes Qualitätsmanagement einrichten, die Kanzlei als Wirtschaftsunternehmen führen, Management einschließlich Controlling als Daueraufgabe und nicht als lästige Pflicht begreifen, professionelles Marketing begreifen.

Die Schwerpunkte der Kanzlei liegen im Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Energierecht und im öffentlichen Baurecht bei "ihm" und im IT-Recht, Multimediarecht, Internetrecht, Telekommunikations- und Markenrecht bei "ihr". Erkennbar ist auch hier: Am Anfang steht vor allem der Aufbau von Kompetenz. Fortbildung beginnt mit dem ersten Arbeitstag als Anwalt.

Eine Rechtsanwältin und ein Rechtsanwalt legen ein schlüssiges Konzept vor und überreichen es der Jury mit dem Hinweis auf die "Hoffnung, dass unser Konzept wettbewerbsfähig ist". Die Jury ist entschieden dieser Meinung, nicht weil sie das Konzept für spektakulär hält, sondern weil es ein gut durch-dachtes, begründetes und in Ansätzen auch bereits umgesetztes Konzept ist, dessen zukünftiger Erfolg mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden darf. Den 1. Preis in Höhe von 12.000 DM, davon 5.000 DM für die Gestaltung einer Kanzleibroschüre durch die Hans-Soldan-GmbH, erhalten Sabine Sobola und Helmut Loibl."

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