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Hier finden Sie aktuelle Blogbeiträge unserer Rechtsanwälte zu rechtlichen Themen rund um den Bereich Erbrecht. Wir geben Ihnen viele nützliche Praxistipps rund um das Thema Erben und Vorsorge und informieren Sie stets über aktuelle Gesetzesänderungen

 

 

Von: RAin Ulrike Specht 20. September 2017

Pflichtteil- und Pflichtteilsergänzung – einfach erklärt!

Wer davon ausgeht, dass er ein „schwarzes Schaf“ der Familie ohne weiteres gänzlich „enterben“ kann, hat nicht mit dem im deutschen Recht geltenden Pflichtteilsanspruch gerechnet. Denn die Ehegatten und Kinder des Verstorbenen sowie im Ausnahmefall Enkel und Eltern des Verstorbenen haben im Falle der Enterbung zumindest Anspruch auf den gesetzlichen Pflichtteil. Dieser Zahlungsanspruch, der sich gegen den Erben richtet, wird nicht nur aus dem am Todestag vorhandenen Vermögen berechnet. Berücksichtigt wird unter bestimmten Voraussetzungen auch der Wert der Schenkungen der letzten 10 Jahre vor dem Erbfall. 

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Von: RAin Ulrike Specht 15. September 2017

Bankvollmacht und Auskunft gegenüber Erben

In vielen Fällen übernehmen nahe Angehörige die Vermögenssorge für Familienmitglieder, die zwar noch geschäftsfähig sind, aber in Vermögensangelegenheiten nicht versiert sind. Streit entsteht spätestens dann, wenn die späteren Erben vermuten, dass das Vermögen verschleudert oder beiseite geschafft wurde und deswegen detaillierte Auskunft über alle Vorgänge fordern. Auskunft über Bankgeschäfte und Verbleib des Nachlasses?Im vom OLG Köln entschiedenen Fall (Az. 16 U 99/16) hatte einer der Söhne die Vermögenssorge für die Mutter übernommen. Diese hatte ihm dazu Bankvollmacht für das Konto und das Bankschließfach, jedoch keine umfassende Vorsorgevollmacht, erteilt. Alle Geschäfte, die er für seine Mutter tätigte, hat er stets mit ihr...

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Von: RAin Ulrike Specht 12. September 2017

Erbschaft: Annehmen oder Ausschlagen?

Aufgrund der gesetzlichen Fristen bleibt den Erben wenig Zeit, um eine Erbschaft auszuschlagen. Gleichzeitig hat der Erbe vor der Annahme der Erbschaft kaum Möglichkeiten, sich über den Bestand und die Zusammensetzung des Nachlasses zu informieren. In der Regel beträgt die Ausschlagungsfrist nur sechs Wochen ab Kenntnis des Erbfalles und Kenntnis, weswegen man Erbe geworden ist. Wer ausschlagen will, muss neben der Ausschlagungsfrist zudem einige weitere Formalitäten beachten.

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Von: RAin Ulrike Specht 05. September 2017

Anfechtung bei überschuldetem Nachlass

Ist die Erbschaft einmal angenommen, kann sie nicht mehr ausgeschlagen werden. Einziger Ausweg für den Erben ist die Anfechtung seiner Annahmeerklärung. Doch die Anfechtung ist nur im Ausnahmefall möglich.Die Überschuldung des Nachlasses kann die Anfechtung der Erbschaftsannahme rechtfertigen.Die Erblasserin verstarb im Alter von 47 Jahren und hinterließ keinen letzten Willen. Damit wurden ihr Ehemann und ihre beiden Geschwister als gesetzliche Erben berufen. Die Schwester schlug die Erbschaft aus, der Bruder machte von seinem Ausschlagungsrecht binnen der Sechs-Wochen-Frist keinen Gebrauch. Ist die Frist zur Ausschlagung der Erbschaft verstrichen, gilt der Nachlass als angenommen.Mit dem Versäumen der Ausschlagungsfrist hat der Bruder...

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Von: RAin Ulrike Specht 30. August 2017

Nicht jeder kann Zeuge beim Nottestament sein

Unter ganz außergewöhnlichen Umständen lässt das Gesetz statt eines handschriftlichen oder notariellen Testaments auch ein mündliches Testament zu, das der Testierende vor drei Zeugen abgibt. Zeuge kann dabei aber nicht jede beliebige Person sein, wie kürzlich vom OLG Köln entschieden wurde (Az. 2 Wx 86/17). Nahe Verwandte des begünstigten Erben können nicht Zeugen seinDer Erblasser erklärte wenige Stunden vor seinem Tod am Sterbebett gegenüber vier Personen, dass seine Lebensgefährtin seine Alleinerbin werden solle. Nur drei der Personen fertigten hierüber die erforderliche Niederschrift. Einer davon war der Sohn der begünstigten Lebensgefährtin.Im Erbscheinsverfahren bezog sich die Lebensgefährtin auf diese Niederschrift und...

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Von: RAin Ulrike Specht 24. August 2017

Erbschaftsteuer - das ewige Thema

Das Bundesland Bayern möchte die Reform der Erbschaftsteuer nicht wie die anderen Bundesländer umsetzen. Der Bundesrat hatte der Reform der Erbschaftsteuer am 14.10.2016 zugestimmt. Die Neuregelungen, die nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts notwendig wurden, traten rückwirkend zum 01.07.2016 in Kraft (wir berichteten). Das Bayerische Landesamt für Steuern weist auf seiner Website zwar darauf hin, dass das zum 01.07.2016 in Kraft getretene Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz für Erwerbe von Todes wegen und Schenkungen unter Lebenden, für die die Erbschaft- oder Schenkungsteuer ab dem 01.07.2016 entstanden ist, gelten solle. Ein Hinweis zu einer weitergehenden Begünstigung von Firmenerben, wie sie nun offenbar vorgenommen...

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Von: RAin Ulrike Specht 23. August 2017

Testament: Wie bringt man seinen letzten Willen wirksam zu Papier?

Notarielle Testamente und handschriftliche Testamente sind gleichermaßen wirksam, sofern die Formvorschriften eingehalten werden und der Testierende für eine sichere Aufbewahrung sorgt. Für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner gelten einige Besonderheiten bei der Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. 

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Von: RAin Ulrike Specht 21. August 2017

Gesetzliche Erbfolge – so funktionierts!

Sind weder Testament noch Erbvertrag vorhanden, gilt die gesetzliche Erbfolge. Der Verstorbene wird von seinen nächsten Angehörigen beerbt. Wer Erbe mit welcher Erbquote wird, hängt dabei nicht nur vom Verwandtschaftsgrad ab, sondern bei verheirateten Erblassern auch vom Güterstand, in dem sie verheiratet waren. 

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Von: RAin Ulrike Specht 16. August 2017

Gemeinschaftliches Ehegattentestament – Vorsicht Bindungswirkung!

Das Berliner Testament ist eine besondere Form des gemeinschaftlichen Ehegattentestaments, bei dem sich die Ehegatten wechselseitig als Alleinerben einsetzen und die gemeinsamen Kinder als Schlusserben benennen. Es ist zu beachten, dass mit diesem Testament eine Bindungswirkung generiert wird, die auch über den Tod hinaus fortbesteht. Außerdem sollte man sich auch über die Höhe der Vermögenswerte Gedanken machen, ob dadurch aufgrund der vorgegebenen Freibeträge möglicherweise eine sehr hohe Erbschaftsteuer generiert werden könnte.   

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Von: RAin Ulrike Specht 10. August 2017

Höhere Steuer bei Abfindung für Pflichtteilsanspruch

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem jetzt veröffentlichten Urteil (Az. II R 25/15) Abstand genommen von seiner bisherigen Rechtsprechung bzgl. der Besteuerung von Abfindungen für Pflichtteilsansprüche. Verzichtete bisher ein gesetzlicher Erbe auf seinen künftigen Pflichtteilsanspruch aus dem Nachlass der Eltern und erhielt er dafür von seinen Geschwistern eine Abfindung, unterlag diese Abfindung der Steuerklasse I im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes. Diese Vergünstigung greift nun nicht mehr in jedem Falle.Verzicht lebzeitig oder nach dem Tod des Erblassers Künftig ist danach zu unterscheiden, ob der Pflichtteilsverzicht bereits zu Lebzeiten oder erst nach dem Tod des Erblassers vereinbart wird. Erfolgt der Verzicht lebzeitig, so...

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