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Hier finden Sie aktuelle Blogbeiträge unserer Rechtsanwälte zu rechtlichen Themen rund um den Bereich Erbrecht. Wir geben Ihnen viele nützliche Praxistipps rund um das Thema Erben und Vorsorge und informieren Sie stets über aktuelle Gesetzesänderungen

 

 

Von: RAin Ulrike Specht 04. August 2017

Vor- und Nacherbschaft – wieviel Mitbestimmung kann dem Vorerben eingeräumt werden?

Die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft, die nicht zu verwechseln ist mit der Einsetzung von Schlusserben, ist ein beliebtes Gestaltungsmittel zur Steuerung des Vermögensübergangs. Genutzt wird dies vor allem, um Vermögen in der Familie zu bewahren und Schwiegerkinder von der Erbfolge auszuschließen. Dazu werden z. B. die eigenen Kinder als Vorerben und deren Kinder (Enkel) als Nacherben eingesetzt. Das Vermögen geht dann aufgrund des Erblasserwillens von den Kindern auf die Enkel über; die Schwiegerkinder bleiben außen vor. Die Anordnung der Vor- und Nacherbschaft bietet viele Regelungsmöglichkeiten. So ist zum Bespiel möglich, dass der Erblasser zwei potenzielle Nacherben benennt und dem Vorerben die Auswahl des letztendlich...

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Von: RAin Aljona Maximov 27. Juli 2017

Pflicht zum notariellen Nachlassverzeichnis?

Nicht selten ist das Verhältnis zwischen Erben und Pflichtteilsberechtigten schwierig. So hat der Pflichtteilsberechtigte ein großes Interesse daran, dass ihm über den Bestand des Nachlasses vollumfänglich und richtig Auskunft erteilt wird. Im Rahmen des ihm zustehenden Auskunftsanspruchs kann der Pflichtteilsberechtigte die Vorlage eines Verzeichnisses über den Bestand des Nachlasses verlangen. Erteilen die Erben die geforderte Auskunft mittels eines privatschriftlichen Verzeichnisses, stellt sich für diese oftmals die Frage, ob der Pflichtteilsberechtigte danach zusätzlich noch ein notarielles Nachlassverzeichnis verlangen kann.Mit dieser Frage hatte sich kürzlich das Oberlandesgericht München zu befassen und entschied zu Gunsten des...

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Von: RAin Ulrike Specht 19. Juli 2017

Grundbuchberichtigung bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Verstirbt ein Gesellschafter einer im Grundbuch als Grundstückseigentümerin eingetragenen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wird das Grundbuch unrichtig und muss im Hinblick auf die im Grundbuch genannten Gesellschafter berichtigt werden. Im Interesse des Nachfolgers sollte dies zügig erledigt werden. Worauf es dabei ankommt, war Gegenstand eines Verfahrens vor dem OLG München (Az. 34 Wx 123/17).Im entschiedenen Fall war eine GbR als Eigentümerin eines Grundstücks im Grundbuch eingetragen. Einer der beiden Gesellschafter verstarb und hinterließ seinen Nachlass seinem Alleinerben, dem weiteren Gesellschafter. Dieser beantragte die Grundbuchberichtigung unter Vorlage des Erbscheins mit dem Ziel, dass er als Alleineigentümer eingetragen...

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Von: RAin Ulrike Specht 06. Juni 2017

Mit dem Testamentsvollstrecker besteht nicht immer Einverständnis – was tun?

Kann der Erblasser in seinem Testament festlegen, dass bei Streitigkeiten über die Entlassung eines Testamentsvollstreckers nur ein Schiedsgericht entscheiden darf? Wohin müssen sich die Erben wenden, wenn sie einen Testamentsvollstrecker entlassen möchten?Mit dieser Frage hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Beschluss vom 17.05.2017 (IV ZB 25/16) befasst. Die Ehegatten hatten einander in ihrem gemeinschaftlichen Ehegattentestament als Erben eingesetzt und die Beteiligten als Schlusserben bestimmt. Für den Fall des Todes des zuletzt versterbenden Ehegatten hatten sie Testamentsvollstreckung angeordnet und den weiteren Beteiligten als Testamentsvollstrecker bestimmt mit der Befugnis einen Nachfolger zu bestimmen, sollte er das...

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Von: RAin Ulrike Specht 17. Mai 2017

Erben & Vorsorge - Newsletter

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Von: RAin Ulrike Specht 04. April 2017

Pflichtteilsanspruch und Steuerpflicht

Der Bundesfinanzhof beschäftigte sich mit der Frage der Besteuerung eines Pflichtteilsanspruchs, den nicht der Pflichtteilsberechtigte, sondern nach dessen Tod dessen Erben innehaben (BFH, Urteil vom 07.12.2016 - II R 21/14; veröffentlicht am 29.03.2017).Demnach gehöre ein vom Erblasser (bislang) nicht geltend gemachter Pflichtteilsanspruch zu dessen Nachlass. Geht der Nachlass und damit auch der Pflichtteilsanspruch auf die Erben des Erblassers über, unterliegt der gesamte Wert der Erbschaftsteuer. Der Erblasser hatte noch zu Lebzeiten eine ihm zustehende Erbschaft ausgeschlagen und hatte damit Anspruch auf den Pflichtteil. Diesen Anspruch hatte er selbst aber nicht mehr geltend gemacht. Mit dem Tod des Erblassers ging der...

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Von: RAin Ulrike Specht 31. März 2017

Nottestament – was ist dazu erforderlich?

Testierende haben viele Möglichkeiten, ein wirksames Testament zu errichten. Die bekanntesten Varianten sind das handschriftliche und das notarielle Testament. Im Ausnahmefall kann auch ein Nottestament, z. B. vor drei Zeugen errichtet werden, wenn sich der Testierende in Todesgefahr befindet.Mit der Frage, wann in diesem Zusammenhang von Todesgefahr auszugehen ist, hat sich das Oberlandesgericht Hamm beschäftigt (OLG, Beschluss v. 10.02.2017, Az. 15 W 587/15). Die Erblasserin, die an einer Krebserkrankung im Endstadium litt, errichtete ein Nottestament. Darin ordnete sie in Abänderung ihres eigenhändigen Testaments u. a. Testamentsvollstreckung zu Lasten ihres zum Alleinerben eingesetzten Sohnes an. Der Anwalt entwarf für die Erblasserin...

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Von: RAin Ulrike Specht 21. März 2017

Sportwagen statt Erbe!? – Ein sittenwidriger Erbverzicht

Ein Zahnarzt hat seinen 18-jährigen Sohn dazu ermutigt, einen Erb- und Pflichtteilsverzicht notariell beglaubigen zu lassen. Darin wurde festgehalten, dass der Sohn auf seine Erb- und Pflichtteilsansprüche aus dem späteren Nachlass seines Vaters verzichtet und im Gegenzug den Sportwagen seines Vaters erhält. Die Übertragung des Sportwagens stand dabei aber noch unter der Bedingung, dass der Sohn das 25. Lebensjahr vollendet und seine Ausbildung zum Zahntechnikergesellen und Zahntechnikermeister mit Bestnoten abgeschlossen hat.Kurz nach der notariellen Beurkundung des umfassenden Erb- und Pflichtteilsverzichts bereute der 18-jährige seinen Entschluss und reichte Klage gegen seinen Vater ein, da der Vertrag seiner Meinung nach einen...

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Von: RAin Ulrike Specht 21. Februar 2017

Ehegatten sind automatisch entscheidungsbefugt – richtig?

Neues Gesetzesvorhaben zur Vorsorgevollmacht: Entgegen dem weit verbreiteten Glauben sind Ehepartner bislang nicht automatisch dazu berechtigt, sich im Krankheitsfall wechselseitig zu vertreten. Ein neues Gesetzesvorhaben soll das nun ändern. Künftig sollen Ehegatten bzw. eingetragene Lebenspartner ohne explizite (Vorsorge-)Vollmacht notwendige medizinische oder auch rechtliche Entscheidungen stellvertretend treffen dürfen, wenn der Ehepartner bzw. eingetragene Lebenspartner selbst nicht mehr dazu in der Lage sein sollte. Nach bisheriger Gesetzeslage muss für einen Volljährigen, der seine Angelegenheit z. B. wegen Alter oder Krankheit nicht mehr selbst regeln kann, ein gerichtlicher Betreuer bestellt werden. Die gerichtliche Betreuung...

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Von: RAin Ulrike Specht 13. Dezember 2016

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