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Hier finden Sie aktuelle Blogbeiträge unserer Rechtsanwälte zu rechtlichen Themen rund um den Bereich Erbrecht. Wir geben Ihnen viele nützliche Praxistipps rund um das Thema Erben und Vorsorge und informieren Sie stets über aktuelle Gesetzesänderungen

 

 

Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 30. August 2017

Nicht jeder kann Zeuge beim Nottestament sein

Unter ganz außergewöhnlichen Umständen lässt das Gesetz statt eines handschriftlichen oder notariellen Testaments auch ein mündliches Testament zu, das der Testierende vor drei Zeugen abgibt. Zeuge kann dabei aber nicht jede beliebige Person sein, wie kürzlich vom OLG Köln entschieden wurde (Az. 2 Wx 86/17). Nahe Verwandte des begünstigten Erben können nicht Zeugen seinDer Erblasser erklärte wenige Stunden vor seinem Tod am Sterbebett gegenüber vier Personen, dass seine Lebensgefährtin seine Alleinerbin werden solle. Nur drei der Personen fertigten hierüber die erforderliche Niederschrift. Einer davon war der Sohn der begünstigten Lebensgefährtin.Im Erbscheinsverfahren bezog sich die Lebensgefährtin auf diese Niederschrift und...

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 24. August 2017

Erbschaftsteuer - das ewige Thema

Das Bundesland Bayern möchte die Reform der Erbschaftsteuer nicht wie die anderen Bundesländer umsetzen. Der Bundesrat hatte der Reform der Erbschaftsteuer am 14.10.2016 zugestimmt. Die Neuregelungen, die nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts notwendig wurden, traten rückwirkend zum 01.07.2016 in Kraft (wir berichteten). Das Bayerische Landesamt für Steuern weist auf seiner Website zwar darauf hin, dass das zum 01.07.2016 in Kraft getretene Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz für Erwerbe von Todes wegen und Schenkungen unter Lebenden, für die die Erbschaft- oder Schenkungsteuer ab dem 01.07.2016 entstanden ist, gelten solle. Ein Hinweis zu einer weitergehenden Begünstigung von Firmenerben, wie sie nun offenbar vorgenommen...

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 23. August 2017

Testament: Wie bringt man seinen letzten Willen wirksam zu Papier?

Notarielle Testamente und handschriftliche Testamente sind gleichermaßen wirksam, sofern die Formvorschriften eingehalten werden und der Testierende für eine sichere Aufbewahrung sorgt. Für Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner gelten einige Besonderheiten bei der Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments. 

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 21. August 2017

Gesetzliche Erbfolge – so funktionierts!

Sind weder Testament noch Erbvertrag vorhanden, gilt die gesetzliche Erbfolge. Der Verstorbene wird von seinen nächsten Angehörigen beerbt. Wer Erbe mit welcher Erbquote wird, hängt dabei nicht nur vom Verwandtschaftsgrad ab, sondern bei verheirateten Erblassern auch vom Güterstand, in dem sie verheiratet waren. 

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 16. August 2017

Gemeinschaftliches Ehegattentestament – Vorsicht Bindungswirkung!

Das Berliner Testament ist eine besondere Form des gemeinschaftlichen Ehegattentestaments, bei dem sich die Ehegatten wechselseitig als Alleinerben einsetzen und die gemeinsamen Kinder als Schlusserben benennen. Es ist zu beachten, dass mit diesem Testament eine Bindungswirkung generiert wird, die auch über den Tod hinaus fortbesteht. Außerdem sollte man sich auch über die Höhe der Vermögenswerte Gedanken machen, ob dadurch aufgrund der vorgegebenen Freibeträge möglicherweise eine sehr hohe Erbschaftsteuer generiert werden könnte.   

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 10. August 2017

Höhere Steuer bei Abfindung für Pflichtteilsanspruch

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit seinem jetzt veröffentlichten Urteil (Az. II R 25/15) Abstand genommen von seiner bisherigen Rechtsprechung bzgl. der Besteuerung von Abfindungen für Pflichtteilsansprüche. Verzichtete bisher ein gesetzlicher Erbe auf seinen künftigen Pflichtteilsanspruch aus dem Nachlass der Eltern und erhielt er dafür von seinen Geschwistern eine Abfindung, unterlag diese Abfindung der Steuerklasse I im Sinne des Erbschaftsteuergesetzes. Diese Vergünstigung greift nun nicht mehr in jedem Falle.Verzicht lebzeitig oder nach dem Tod des Erblassers Künftig ist danach zu unterscheiden, ob der Pflichtteilsverzicht bereits zu Lebzeiten oder erst nach dem Tod des Erblassers vereinbart wird. Erfolgt der Verzicht lebzeitig, so...

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 04. August 2017

Vor- und Nacherbschaft – wieviel Mitbestimmung kann dem Vorerben eingeräumt werden?

Die Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft, die nicht zu verwechseln ist mit der Einsetzung von Schlusserben, ist ein beliebtes Gestaltungsmittel zur Steuerung des Vermögensübergangs. Genutzt wird dies vor allem, um Vermögen in der Familie zu bewahren und Schwiegerkinder von der Erbfolge auszuschließen. Dazu werden z. B. die eigenen Kinder als Vorerben und deren Kinder (Enkel) als Nacherben eingesetzt. Das Vermögen geht dann aufgrund des Erblasserwillens von den Kindern auf die Enkel über; die Schwiegerkinder bleiben außen vor. Die Anordnung der Vor- und Nacherbschaft bietet viele Regelungsmöglichkeiten. So ist zum Bespiel möglich, dass der Erblasser zwei potenzielle Nacherben benennt und dem Vorerben die Auswahl des letztendlich...

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Von: Rechtsanwältin Aljona Maximov 27. Juli 2017

Pflicht zum notariellen Nachlassverzeichnis?

Nicht selten ist das Verhältnis zwischen Erben und Pflichtteilsberechtigten schwierig. So hat der Pflichtteilsberechtigte ein großes Interesse daran, dass ihm über den Bestand des Nachlasses vollumfänglich und richtig Auskunft erteilt wird. Im Rahmen des ihm zustehenden Auskunftsanspruchs kann der Pflichtteilsberechtigte die Vorlage eines Verzeichnisses über den Bestand des Nachlasses verlangen. Erteilen die Erben die geforderte Auskunft mittels eines privatschriftlichen Verzeichnisses, stellt sich für diese oftmals die Frage, ob der Pflichtteilsberechtigte danach zusätzlich noch ein notarielles Nachlassverzeichnis verlangen kann.Mit dieser Frage hatte sich kürzlich das Oberlandesgericht München zu befassen und entschied zu Gunsten des...

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 19. Juli 2017

Grundbuchberichtigung bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts

Verstirbt ein Gesellschafter einer im Grundbuch als Grundstückseigentümerin eingetragenen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) wird das Grundbuch unrichtig und muss im Hinblick auf die im Grundbuch genannten Gesellschafter berichtigt werden. Im Interesse des Nachfolgers sollte dies zügig erledigt werden. Worauf es dabei ankommt, war Gegenstand eines Verfahrens vor dem OLG München (Az. 34 Wx 123/17).Im entschiedenen Fall war eine GbR als Eigentümerin eines Grundstücks im Grundbuch eingetragen. Einer der beiden Gesellschafter verstarb und hinterließ seinen Nachlass seinem Alleinerben, dem weiteren Gesellschafter. Dieser beantragte die Grundbuchberichtigung unter Vorlage des Erbscheins mit dem Ziel, dass er als Alleineigentümer eingetragen...

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Von: Rechtsanwältin Ulrike Specht 06. Juni 2017

Mit dem Testamentsvollstrecker besteht nicht immer Einverständnis – was tun?

Kann der Erblasser in seinem Testament festlegen, dass bei Streitigkeiten über die Entlassung eines Testamentsvollstreckers nur ein Schiedsgericht entscheiden darf? Wohin müssen sich die Erben wenden, wenn sie einen Testamentsvollstrecker entlassen möchten?Mit dieser Frage hatte sich der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Beschluss vom 17.05.2017 (IV ZB 25/16) befasst. Die Ehegatten hatten einander in ihrem gemeinschaftlichen Ehegattentestament als Erben eingesetzt und die Beteiligten als Schlusserben bestimmt. Für den Fall des Todes des zuletzt versterbenden Ehegatten hatten sie Testamentsvollstreckung angeordnet und den weiteren Beteiligten als Testamentsvollstrecker bestimmt mit der Befugnis einen Nachfolger zu bestimmen, sollte er das...

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